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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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bekomme ich doch nicht mehr.

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wird uns wohl in ihr Haus aufnehmen, und ich denke, dort von meiner Arbeit dich und mich zu ernaͤhren. Allein wir hatten kaum einige Tagreiſen zuruͤckgelegt, da wurde die gute Mutter unterwegs krank., Mit Muͤhe erreichten wir noch einen kleinen Weiler. Man wollte uns nirgends aufnehmen; endlich fanden wir in einer Scheune ein Unterkommen.Das iſt wohl hart, ſagte meine Mutter, allein Maria hatte es ja auch nicht beſſer. Auch ſie wurde nirgends hineingelaſſen und mußte in ei⸗ nem Stalle uͤbernachten. Meine Mutter wurde indeß ſtuͤndlich kraͤnker. Sie ließ einen Geiſtlichen rufen und bereitete ſich zum Tode. Als es Nacht wurde, ſagte die

Beaͤurin, der die Scheune gehoͤrte, zu meiner Mutter:

Ihr ſeyd wohl recht krank; ich muß daher ſchon etwas Uebriges thun. Sie gieng, brachte eine alte Stallla⸗ terne, in der ein kleines Oellicht brannte, und haͤngte die Laterne an einem Balken auf. Dus war alles, was ſie that. Sie ſagte uns nun gute Nacht, und kuͤmmerte ſich weiter nicht mehr um uns. Ich blieb ganz allein bei der Mutler; ich ſaß ſo neben ihr auf einem Bund

Stroh und weinte bitterlich. Gegen Mitternacht wurde

ſie, ſo viel ich bei dem truͤben Scheine der Laterne ſehen konnte, immer blaͤſſer. Sie ſeufzte mehrmal ſehr tief. Ich weinte immer heftiger. Sie bot mir die Hand und ſagte:Weine nicht, lieber Anton! Bleibe fromm und gut, bete gern, hab Gott vor Augen und thu⸗ nichts Boͤſes; ſo wird dir Gott einen andern Vater und eine andere Mutter geben. So ſprach ſie.Aber lieber Gott, ſagte Anton, und die hellen Zaͤhren floßen ihm uͤber die bluͤhenden Wangen eine ſolche gute Mutter

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Nun, fuhr er fort,

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