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leerem Pferde in das Dorf geſprengt und ſagte, der Va⸗ ter ſey ſchwer verwundet; er liege eine halbe Stunde vom Dorfe auf der Wahlſtatt und werde wohl ſterben. Die Mutter und ich eilten ſogleich zu ihm. Er lag un⸗ ter einem Baume. Ein alter Soldat kniete bei ihm und hielt ihn ſanft in den Armen, ſo, daß der Vater den Kopf an die Bruſt des wackern Kriegers anlehnen konnte⸗ Noch zwei andere Soldaten ſtanden dabei. Mein armer Vater war durch die Bruſt geſchoſſen und ſah bereits ſo blaß aus, wie ein Sterbender. Wir ſahen es ihm wohl an, daß er uns noch etwas ſagen wollte; allein er konnte nicht mehr reden. Da blickte er mich mit ſeinen ſterben⸗ den Augen noch einmal ſchmerzlich an, dann blickte er auf die Mutter, und dann zum Himmel. Wenige Augenbli⸗ cke nachher verſchied er. Die Mutter und ich weinten uns faſt die Augen aus. Die Leiche wurde auf dem naͤch⸗ ſten Kirchhofe begraben. Einige Herren Officiere und viele Soldaten kamen und begleiteten die Leiche. Die Trompete klang mir ſo ſeltſam und ſo traurig, daß mirs iſt, ich hoͤre ſie noch immer. Sie erwieſen ihm noch die letzte Ehre, und ſchoßen ihm noch in das Grab. Meine Mutter und ich wurden von dieſer traurigen Ehrenbezeu⸗ gung ſo erſchuͤttert, als wuͤrde auf uns ſelbſt geſchoſſen⸗ Viele Soldaten wiſchten ſich die Augen, als ſie vom Gra⸗ be zuruͤckkehrten. Ich und meine Mutter aber zerfloßen faſt in Thraͤnen.
Die Mutter wollte nun wieder in ihre Heimath zuruͤck kehren.„Ich habe dort freilich keine Verwandte mehr, ſagte ſie, aber doch noch eine gute Bekannte Sie


