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Soldat, und ſtarb den Tod fuͤrs Vaterland. Nun, das iſt wohl traurig fuͤr dich, allein fuͤr ihn iſt es ſchoͤn und ruͤhmlich. Aber erzaͤhle uns doch mehreres von dei⸗ nen Eltern: Wo waret ihr vor dem Kriege? Wie kam dein Vater um? wie ſtarb deine Mutter? Wie kamſt du hieher in unſern Wald? Laß einmal hoͤren!“
Anton erzaͤhlte: Meinen Vater, Gott habe ihn ſelig, nannten die Huſaren ihren Herrn Wachtmeiſter. Unſer Regiment lag, ſo lange ich denke, zu Glatz in Schleſien in Garniſon.
Meine Mutter naͤhete immer ſehr fleißig und verdiente vieles. Sie war ſehr geſchickt. Da kam der Vater eines Tages eilig nach Hauſe und ſagte:„Es iſt Krieg; wir muͤſſen morgen fort!“ Er war ein tapferer Mann und wußte ſich gut darein zu ſchicken. Meine Mutter aber hatte einen großen Schrecken und weinte bitterlich. Sie wollte ihn nicht allein ziehen laſſen: der Abſchied fiel ihr gar zu ſchwer. Auf vieles Bitten nahm er uns endlich mit. Wir zogen weit— weit fort. Mit einmal hieß es:„Der Feind ruͤckt an.“ Mein Vater und die Hu⸗ ſaren mußten ihm entgegen. Meine Mutter und ich blieben zuruͤck. Da wurde uns nun wohl recht bange, als wir in der Ferne ſo fuͤrchterlich ſchießen hoͤrten.„Ach, ſagte die Mutter zu mir, bei jedem Schuß geht mir ein Stich durchs Herz. Denn ich weiß ja nicht, ob die Kugel nicht das Herz deines Vaters durchbohrt.“ Wir weinten und beteten, ſo lange das Schießen waͤhrte. Doch der Vater kam gluͤcklich und unverſehrt wieder zuruͤck. So gieng es nun oͤfter. Allein eines Tages kam nach einem Gefechte ein Huſar mit des Vaters


