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Heile werden koͤnnen.— Der Erloͤſer kam als ein Fremd⸗ ling in die Welt, und hatte nicht, wo er ſein Haupt hinlege, als wollte er die Gaſtfreundlichkeit der Menſchen auf die Probe ſtellen. Die Einwohner von Bethlehem beſtanden in dieſer Probe ſchlecht, und verſtießen ihn gleich anfangs zu den Thieren des Stalles; ſollten wir den Knaben da auch ſo verſtoßen? Sag mir aber deine Meynung aufrichtig, Eliſabeth, was wir thun ſollen!“
„Den Knaben annehmen, ſagte die Foͤrſterin freudig und freundlich. Was ihr einem von dieſen Mindeſten thut, das habt ihr mir gethan, ſagte ja Er, der in die⸗ ſer Nacht geboren ward. Und der Anton ſcheint mir ein recht guter, ſanfter Knabe, der ein edles Gemuͤth hat. Er ſieht ſo fromm und unſchuldig aus, und, ob⸗ wohl er betelt, ſo iſt er doch gar nicht keck und verwegen⸗ Gewiß iſt er ehrlicher Leute Kind. Er hat ſo eine feine Ausſprache, und obwohl ſeine rothe Jacke etwas abgetra⸗ gen iſt, ſo iſt ſie doch von recht gutem Tuche. Wo ihrer fuͤnf eſſen, eſſen auch ſechs. Wir wollen den Kna⸗ ben behalten.“
„Du biſt doch eine gute, liebe Frau, ſagte der Foͤr ſter, und druͤckte ihr die Hand, Gott wird es dir ver⸗ gelten, und was du an einem fremden Kinde thuſt, un⸗ ſern eigenen Kindern zu gut kommen laſſen. Doch muͤſ⸗ ſen wir den Knaben zuvor erſt pruͤfen, ob er der Wohl⸗ that werth iſt.“
„Anton, komm einmal da her! rief der Foͤrſter jetzt laut. Anton kam und ſtellte ſich vor ihn hin, gerade und aufrecht, wie ein Soldat vor ſeinem Officier ſteht.
„Dein Vater, fieng der Foͤrſter an, war glſo ein
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