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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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In Dir erſcheint uns Gottes Heil, Dich lieben iſt der beſte Theil, Du Liebe ohne Gleichen!

Zwar ſpricht noch deine Lippe nicht,

Doch ſagt dein mildes Angeſicht Dem Armen wie dem Reichen:

O ſey getroſt in jeder Noth, Denn ſieh, den liebſten Sohn hat Gott Zum Heiland dir gegeben! Auf Ihn vertrau' und faſſe Muth, Was ſchlimm iſt, macht Er wieder gut; Er liebt dich wie ſein Leben.

Und koͤmmt ein armes Kind in Noth Vor deine Thuͤr', ſag nicht: Helf Gott! Wollſt ſeiner dich erbarmen!

Fuͤhlſt du fuͤr Gottes Liebe Dank, Laß liebreich es bei Speis und Trank An deinem Heerd erwarmen.

Anton ſtand noch immer unter der geoͤffneten Thuͤre,

uund hielt die Thuͤrſchnalle in der einen Hand, und Hut

und Stecken in der andern. Seine Augen waren beſtaͤn⸗ dig auf die ſchoͤne Vorſtellung der Krippe Jeſu gerichtet, und mit offenem Munde horchte er auf den Geſang und das Harfenſpiel. Niemand bemerkte ihn. Jetzt fuͤhlte aber die Mutter die Kaͤlte, die durch die offene Thuͤre in die Stube drang und blickte nach der Thuͤre:Lieber Gott, rief ſie, wie kommt das Kind in der finſtern Nacht durch den dicken Wald hieher? Armer, armer Knabe