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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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den ehrwuͤrdigen Joſeph die anbetenden Hirten, und oben ſchwebten die jubelnden Engel. Die ganze Land⸗ ſchaft flimmerte von einem wunderſamen Glanze; ſie war wie mit unzaͤhligen winzig kleinen Sternlein beſaͤt, ſo wie etwa Laub und Moos an Baͤumen und Felſen ſchimmern, wenn ſie an einem Fruͤhlingsmorgen von reichlichem Thaue troͤpfeln.

Die Einwohner des Hauſes waren um die ſchoͤne Vor⸗ ſtellung des Kindes Jeſu in der Krippe verſammelt. An einer Seite ſaß der Vater und hatte eine Harfe zwiſchen den Knieen ſtehen; an der andern Seite ſaß die Mutter mit dem kleinſten Kinde auf dem Schooße. Zwei liebli⸗ che Kinder, ein Knabe und ein Maͤdchen, ſtanden zwiſchen den bauden Eltern, blickten andaͤchtig zur Krippe des Hei⸗ landes hinauf und erhoben die Haͤnde gleich den frommen Hirten, die vor der Krippe knieten. Jetzt griff der Vater wieder in die Harfe und die Mutter ſang mit ihrer lieb⸗ lichen Engelsſtimme noch einmal das Lied von dem Anton

jene Worte gehoͤrt hatte. Die zwei Kinder ſangen mit ih⸗

ren zarten, hellen Stimmchen freudig mit, und der Vater begleitete den Geſang mit ſeiner angenehmen Baßſtimme und dem lieblichen Harfenſpiel. Sie ſangen:

Vor Dir, Du holdes Himmelskind⸗ Dem GSottes Engel dienſtbar ſind, Fall ich aubetend nieder

Und freue mit Maria mich, und preiſe mit den Engeln Dich, Und ſinge Jubellieder!

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