der Naͤhe, die ſich meiner annehmen; denn ich hoffe, daß ſie nicht nur ſo ſchoͤn ſingen, wie Engel, ſondern auch ſo gut und freundlich geſinnt ſeyen, wie die Engel!“ Er nahm ſein Buͤndelein, und gieng dier Anhoͤhe hinauf— der Gegend zu, woher er den lieblichen Geſang vernom⸗ men hatte. Kaum war er einige Schritte durch das Ge⸗ buͤſch gegangen, ſo glaͤnzte ihm ein heller Lichtſtrahl ent⸗ gegen, der ſogleich wieder verſchwand, üuber eine Weile aber wieder erſchien, dann wieder auf einige Augenblicke verſchwand, dann wieder heller glaͤnzte, und ſo wechſels⸗ weiſe. Anton gieng freudig vorwaͤrts, und kam an ein Haus, das einſam im Walde ſtand. Er klopfte zwei⸗ drei Mal an der Hausthuͤre; er hoͤrte wohl mehrere froͤh⸗ liche Stimmen in dem Hauſe, aber niemand antwortete ihm. Er verſuchte nun, die Thüre zu oͤffnen; ſie war nur mit der Thuͤrſchnalte geſchloſſen. Er gieng hinein, tappte lange in dem dunkeln Hausgange umher, und ſuchte die Stubenthuͤre. Endlich fand er ſie, machte ſie auf— und blieb höchſt erſtaunt ſtehen. Ein heller Glanz von mehre⸗ ren Lichtern ſtrahlte ihm entgegen. Es war ihm nicht an⸗ ders, als blickte er in das Paradies, in den offenen Himmel.
In der Ecke der Stube, zwiſchen den zwei Fenſtern, war eine uͤberans ſchoͤne Fruͤhlingslandſchaft ganz nach
gend mit hohen bemoosten Felſen, gruͤnenden Tannen⸗ waͤldern, laͤndlichen Huͤtten, weidenden Schaafen, nebſt ihren Hirten, und einer kleinen Stadt oben auf dem Ber⸗ ge. In Mitte der Landſchaft war aber eine Felſenhoͤhle — da ſah man das Kind Jeſu— die heilige Mutter—
der Natur im Kleinen abgebildet— eine gebirgige Ge⸗
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