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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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geboren wurde. Um Seiner Willen erhoͤre mich! Ach, laß nicht in eben der Nacht, da ſich alle Welt uͤber die Geburt des goͤttlichen Kindes freut, mich armen Knaben hier einſam im Walde ſterben. Er legte ſein muͤdes Haupt auf ſein kleines Buͤndelein und ſchluchzte und wein⸗ te bitterlich!

Aber horch da erklang es mit einem Male, ſeitwaͤrts von der Hoͤhe herab, lieblich wie Harfentoͤne, und ein wun⸗ derſchoͤner Geſang erhob ſich und hallte von den Felſen nie⸗ der. Dem Knaben war es nicht anders, als hoͤrte er die heiligen Engel Gottes ſingen. Er ſtund auf, horchte und faltete die Haͤnde. Der Wind hatte ſich gelegt, und kein Luͤftchen regte ſich. Unausſprechlich lieblich erklang der Geſang in der tiefen naͤchtlichen Stille des Waldes⸗ Jetzt vernahm er deutlich die Worte:

5 ſey getroſt in jeder Noth, Denn ſieh, den liebſten Sohn hat Gott Zum Heiland dir gegeben! Auf Ihn vertrau' und faſſe Muth, Was ſchlimm iſt, macht Er wieder gut; Er liebt dich, wie ſein Leben.

Jetzt war es wieder ſtille; nur klangen noch wie ein leiſer Wiederhall einige ſanfte Harfentoͤne nach. Dem guten Anton wurde es wunderbar um das Herz.Ach, ſagte er, ſo muß es den Hirten zu Bethlehem geweſen ſeyn, als ſie in jener heiligen Nacht den himmliſchen Geſang vernahmen. Ich will wieder friſchen Muth faſ⸗ ſen und froͤhlich ſeyn. Sicher wohnen gute Menſchen in