Teil eines Werkes 
1. Band (1835)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

3

20⁵

machte mich treulos meinem Schwur, der Schwur, den ich Dir geſchworen, war ſchon ein Meineid an

einem fruͤhern; Deine Naͤhe iſt mir ein Graͤuel,

Deine Beruͤhrung eine Peſt. Aber gegen mein Gefühl jetzt iſt das, was ich fruͤher gegen Dich em⸗ pfand, mild wie die Unſchuld. Der Haß, mit dem ich Dich ſonſt betrachtete, iſt Liebe gegen den Haß, der mich jetzt. beſeelt. Ja ich liebte ihn, ich liebe ihn noch und ewig werde ich nur ihn lieben. — Bring' mich nicht zur Beizeiktung.

knirſchte der Praͤſident.. — Verzweiflung! Warum haſt Du dies nicht

fruͤher bedacht? Wollteſt Du durch Mord mein Herz erkaufen? Glaubſt Du, ich wuͤrde Dir entgegenlaͤcheln, wenn Deine Haͤnde mit Blut beſudelt waͤren? Thor! Thor! Fruͤher trug ich meine Liebe ſtill im Herzen, jetzt will ich auf⸗ treten und ſie laut verkuͤnden; die ganze Welt ſoll wiſſen, daß ich ihm angehoͤrt habe und

wie ſeine Wittwe will ich ihn betrauern.

— Kein Wort mehr— — Nein, kein Wort mehr zu Dir. Ver⸗