204 — Und Du, fuhr ſie auf ihn zu, Du haſt ihn gemordet. — Schweig! herrſchte er ihr zu, und ſichn fuͤr Dich.
— Elender, gib auch mir den Tod, hier iſt meine Bruſt, ſtoß zu, aber beruͤhre mich nicht mit Deiner triefenden Banditenhand. Ein Weib umbringen, einen Mann hinterruͤcks erſchlagen
— nichtswuͤrdiger Schurkenſtreich. Jetzt will ich erſt mein Herz vor Dir ausſchuͤtten. O koͤnnte ich dieſe Bruſt vor Dir aufthun! Ich habe ihn geliebt von meiner Kinbheit an, ich habe ihn angebetet, ich habe immer in dem Gedanken an ihn gelebt, er war mein alles, mein Troſt, mein Gluͤck, meine Seligkeit.
— Schweig, Weib. 3
— Nein, Du ſollſt mich hoͤren. Dich, Dich habe ich von dem erſten Augenblicke, wo ich Dich ſah, gehaßt. Du warſt mir der Feind, der mich um mein Gluͤck hienieden und um mein ewiges Seelenheil beſtohlen hat, denn Deine Hand, die mir aufgezwungen worden,


