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der auf der andern Seite der Straße ſtand, und unverwandt zu ihrem Fenſter aufblickte. Sie erſchrack und wechſelte die Farbe. Der Praͤ⸗ ſident, der ſie ſeither nicht mehr aus den Au⸗ gen ließ, und in jeder ihrer Mienen ſein Schick⸗ ſal zu entraͤthſeln ſuchte, ſprang mit einem Satze, wie ein Tiger, herzu und erkannte auf der Stelle den Mann, in dem er laͤngſt ſeinen Nebenbuhler geahnt hatte. Seine Leidenſchaft erwachte wieder in ihrem ganzen Sturme, er ergriff ſeine Frau beim Arme und ſchleuderte ſie vom Fenſter zuruͤck. Daß ſie, ohne ihm ei⸗ nen Vorwurf zu machen, ſich geduldig in einen Seſſel warf und dort in tiefe Gedanken ver⸗ ſunken ſchien, ſteigerte nur noch ſeinen Ver⸗ dacht. Die Ungluͤckliche! Der Gedanke an den Geliebten, an das Kind ihrer Liebe, hatte
alle ihre Sinne und ihr ganzes Denkvermoͤgen
ſo eingenommen, daß ihr alles Andere fremd wurde. Sie lebte in einer eigenen Welt, und
was nicht zu dieſer gehoͤrte, bewegte ſich vor
ihren Augen, ohne daß ſie es bemerkte. Sie
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