82
3
ſo unerträglich, jetzt zu entſcheiden. Alle Intereſſen ſeines Geiſtes und Herzens hätte er in unvollkomm⸗ ner Halbheit nach Teutſchland gebracht.
In dem unbehaglichſten Aufruhr ſeiner Gedan⸗ ken und Wünſche kam er in ſeine Wohnung. Magyac trat ihm mit traurigem Geſicht entgegen: Herr, Sie wollen nicht mehr mit uns fechten?
„Woher weißt du das?“
Nach einigem Zögern erzählte er, daß es ihm der Bediente des Grafen Stanislaus geſagt habe: er hat den jungen und den alten Herrn Grafen ſehr heftig darüber ſprechen hören, auch von Joel iſt die Rede geweſen, und der alte Herr hat dem jungen heftige Vorwürfe gemacht, daß er unbeſonnen ſein Vertrauen und ſeine Freundſchaft wegwerfe. Herr, es iſt einer wie der andre von unſern Edelleuten, wenn auch in manchen Stunden einer beſſer aus⸗ ſieht als der andre, und ich würde nicht von Ihnen gehn, Herr, wenn Sie noch mit uns fechten wollten.
„Du willſt mich alſo verlaſſen?“
Ja, Herr, ich bin ein Pole.
Valerius fühlte eine Art Kitzel der Trauer darin, daß ihm plötzlich Alles untreu würde. Er reichte


