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ergriff Emmas Hand. Sie wehrte ſich. Da ſetzte er den Dolch auf ihre Bruſt, und mit der andern Hand umfaßte er ſie, und zog ſie die Treppen hinab in ein unterirdiſches Gewölbe. Er ſchloß hinter ſich zu.
Jetzt iſt es noch Zeit, rief er, ſie mit Blut⸗
rothen grimmigen Blicken betrachtend, und den Dolch emporhebend. Ich hohle den Pfaffen. Du willſt! laß mich ſterben, Ungeheuer! ſchluchzte ſie, ſich von ihm losreiß end.
Mein ſollſt du ſeyn, ſchrie er, und er umfaßte ſie, ſie fortzuſchleppen. Pocht! Teufel, pocht, die eiſerne Thüre ſpottet Euer. Er trug Emma,⸗ die laut um Hulfe ſchrie, in ein zweytes Gewölbe. Auf einmahl wurde die Thüre zerſchmettert, und Saley zuckte ſeinen Dolch: Lebend ſoll er dich nicht haben!
Emma ſank zum letzten Gebeth auf die Knie; aber da ſtand der Graf bey ihr, und Saley lag mit geſpaltenem Haupte todt am Boden, und das helle Licht von hundert Fackeln, die in das Ge⸗ wölbe drangen, machten alles ſichtbar; das kniende
Maͤdchen und den Grafen mit dem blutigen Schwert 6
in der Hand, aus deſſen Schulter ein Strom Blut
floß, denn Saley hatte den Dolch in ſäins Scur⸗
ter geſtoßen. Emma gerettet! rief der Graf, und Emma umfaßte ſeine Knie: edler Graf, Retter meines Le⸗
bens, Retter meiner Ehre! der Graf hub ſie em⸗


