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Lenardo und Blandine, oder Amandus und Amanda : Der Mündel : Die Blumen : Drey kleine Romane / von August Lafontaine
Entstehung
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Feinde hineinſtürzen. Er tried ſie zurück. Er ver⸗ folgte ſie. Dann legte er ſich wieder auf den Ra⸗ ſen. Emma ſah jetzt den Grafen zu der Geliebten hinſpringen. Sie redeten einige Augenblicke. Dann beſetzte Rudolph einen Felſen. Der Graf kam zurück.

Sieh, liebes, gutes Kind, fuhr der Mönch plaudernd fort, wie dein Schleyer mit dem Blute

geröthet, Mein Schleyer? Aber ſie ſah mit Er⸗

ſtaunen, der Graf trug den Schleyer, den ſie am vergangenen Morgen hinab geworfen hatte. Sie konnte es nicht begreifen. Es machte ſie unruhig. Der Mönch verließ ſie; der Saley, mit Blut und Schweiß bedeckt, kam. Er warf einen ſin⸗ nenden Unheil verkündenden Blick auf Emma, und verſchloß von außen ihre Thüre.

Das Geſchrey der Kaͤmpfenden nahm zu, und drang durch die verſchloſſene Thüre Emmas. Sie ſah Getümmel auf der Höhe, auf der Marſan lag. Sie war überall mit Schrecken umringt, jedes laute Geſchrey drang wie ein Schwert durch ihre Seele. Stunde um Stunde verging. Sie war ohne Nach⸗ richt, wer ſiegte, wer lebte, wer unterging. Ach, ſie konnte nur bethen. Es war tiefe Nacht.

Da donnerte es über die Treppe herauf und über das ſteinerne Pflaſter, im gewölbten Gange nach ihrem Gemach. Schnaubend ſtürzte Saley in das Gemach. Dennoch iſt der Sieg mein! rief er mit einem hölliſchen Lacheln. Folg' mir, rief er, und