— 134— zitterte und ſie wurde wieder ruhig; denn ſie ſah ihren Geliebten im Eingange des Thals auf dem Raſen liegen, und für die Verwundeten ſorgen, die ihm gebracht worden.
Da kam der Burgpfaff zu ihr. Er winkt ihr freundlich zu. Du haſt tapfere Freunde. Graf Rudolph iſt wie tauſend. Sein Arm hat die Unſern ſchon in die Burg getrieben. Wo er ſteht, iſts, als ſtünden zu ſeinem Schutze Engel neben ihm. Saley verſuchte mit ihm zu ſtechen; aber des Gra⸗ fens gewaltiges Schwert trieb ihn in die Flucht, wie ein furchtſames Rehe. Saley erwartete noch von dorther, wo der tapfere Rudolph von Marſan ſteht, Hülfe. Er iſt des Grafen Buſenfreund, darum hat er ihm auch die Nachhuth gegeben, die einen Mann fordert, der das Leben nicht achtet. Sieh, dort liegt er am Boden, der mit dem rothen Kreuz auf weißem Harniſch. Er war ſein Freund, würdiger Vater. Er wars. Sie ſind entzweyt.
Wie Männer denn, die ſich als Feinde auch achten. Sonſt gab er ihm nicht die gefährliche Nachhuth. Sieh hin! ſieh hin! Jetzt wirſt du ſehen, wie tapfer er iſt, dieſer Marſan, tapferer ſogar wie der Graf, der für ſeine Geliebte kämpft, der da ſicht für die Ehre. Sieh hin! ſieh bin!
Da ſah Emma, wie Rudolph zu Pferde ſtieg⸗ wie er den Eingang des Thales gegen den maͤch⸗ tigen Feind vertheidigte, welcher der Burg zu Hülfe kam. Sie ſah ihn in den dicken Haufen der
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