— 1833—.
ritt bis an den Fuß der Burghalle. Er ſtießlin ſein Horn, und Antwort kam von der Burg. Sie ver⸗ ſtand nichts als die Worte des Herolds: blutige Fehde denn, du ehrloſer Mann! er ritt zurück. Da brach aus dem Walde hervor ein gewaltiger Heer⸗ haufen wohl geruͤſteter Ritter und Fußvolk, mit Armbruſten bewaffnet, Morgenſternen, Streitaͤx⸗ ten, Hellebarden nach Schweizerſitte, und zog links von Hoͤhe zu Höhe in den Wald. Dann ſprengte daher auf wildem Streithengſte, in Gold und Stahl gewappnet, die goldene Lanze in der ſtarken Fauſt, Herr Rudolph, Graf von Greyerz. Der rothe Helmbuſch flatterte hoch in der Luft.
Emma zitterte nicht, da ſie ihn ſah. Sein goldenes Heerhorn tönte nicht wie des Todes Stim⸗ me durch das Thal, nein, wie der frohe Ruf der Erlöſung, wie der löſende Segen des Prieſters am
Altare. Seine Banner flatterten triumphirend ihr
entgegen. O ſeyd willkommen, edler Graf! ſagte ſie froh. Da ſuchte ihr Auge den Geliebten. Sie ſah ihn nicht, und der Graf zog rechts nach dem Aufgange der Burg hinter den Felſen weg.
Da ſah ſie endlich den Geliebten. Sie erkannte ihn an dem rothen Kreuze, auf den weißen Har⸗ niſch, und an der ſchwarzen Scharpe, die ihre Hand ihm geſchenkt, ein Andenken an ihren Non⸗ nenſchleyer. Er ſteckte das Banner der Nachhuth in den Boden, und vertheilte die Wachen.
Sie hörte das Geſchrey der Kämpfenden. Sie
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