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— 181— Farben Montſalvans, weiß und blau. Der Wind trug ihn ſpielend über Höh und Thal hinab in ei⸗ nen Grund. Sie ſah Rudolphen in den Grund hinabſteigen. Sie mußte das Fenſter verſchließen; denn Saley ſchloß die Thüre auf.
Folg'mir, und ergriff ihre Hand, gehend ſagte er: dieſes iſt Saley, ja! aber dennoch iſt morgen der dritte Tag. Er führte ſie in die Burgeapelle. Der Altar war geſchmückt mit den Gebeinen der Heiligen, die geweihten Kerzen brannten, die Weihrauchwolken dufteten. Am Eingang blieb er mir ihr ſtehen. Stehe, ſagte er leiſe, der Al⸗ tar iſt bereit. Der Pfaff erwartet uns mit dem Prie⸗ ſterſegen der Kirche. Zögre nicht; denn bey den
heiligen Reliquien ſchwöre ich, läßt du den mor⸗
genden Tag verfließen, ſo biſt du die Nacht mein.
Kennſt du Saley? kennſt du ſeinen Willen? Kennſt du dieſes? Er zog einen Dolch aus dem Buſen. Und mußte dieß Eiſen deine ſchöne Bruſt zerſchneiden und dann mein Herz: ich habe geſchwo⸗ ren. Emma griff raſch nach dem Dolche, rufend! und müßte das Eiſen meine Ehre retten! Ich bin nicht dein; Böſewicht!
Madchen, du hoffſt auf Hülfe, aber in einen Tag erobert man Saleys Burg nicht. Bey dem Altare dort, du biſt mein! und dann finde der ver⸗ haßte Greyerz dich unter den brennenden Trüm⸗ mern der Burg!


