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— 177— geiſte, vor einer innern Stimme Wehruf! Ach Ru⸗ dolph, krank bin ich O, wenn er noch einmahl vor mir kniet, und biethet mir der Liebe wunderba⸗ res Unterfand? O Rudolph, welche Schreckens⸗ macht zieht meine Hand ſeiner entgegen, ſeine Ver⸗ haßten Geſchenke zu nehmen? O Geliebter, laß mich ihn nie wiederſehen, wenn er das Haupt vor mir beugt, und der dlutige Helmbuſch Unheil ver⸗ kündend vor mir wallt, und die Banner mich und ihm wie ein Zelt flatternd einſchließen.— O Gott!— Ich haͤtte heute die Roſe aus ſeiner Hand genommen, both er ſie mir. O weh, daß
ſeines ſterbenden Vaters allmächtige Worte mir,
mir, und dir, Rudolph, zu Zauberſprüchen wer⸗ den mußten; 0 ich werde nicht aufhören zu zittern, vor dem ſchrecklichen Ton des Horns, wenn er durch mein ſtilles Thal wie des Todes Stimme her⸗ auf tönt.
Rudolph zartliche Worte tröſteten, und die Zeit beruhigte Emma; aber es blieb eine Unruhe tief in ihrer Seele, der ſie nicht Herr wurde. Sie ſah nie ohne ein geheimes Leben in den Eingang des Thals, woher die Hörner ertönten. Aber ſie ſah nicht links, wo hinter den Bergen di ihre Fluthen waͤlzt, wo aus dunklem Saley die ſchwarzen Thürme ebest
mit doppelter Gewalt der Liebe und des gezähmten Willens. Er hoffte noch immer, die Frau von


