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Er iſt ein Mann, ein edler Mann, und ich bin arm, aber frey wie er.
Die Leidenſchaft iſt ſtaͤrker, als alles im Leben. Ich bin beſorgt. Wenn alle Edlen in ltechtland es wollen—
Die Liebenden laͤchelten zu der Sorge der Mut⸗ ter, aber nach einem Monathe tönte im Thals herauf das Horſthorn, und die Ehrenherolde ritten bervor und verkündeten die Ankunft des Lehnsherrn, und von ſeinen Großen begleitet, im halb golde⸗ nen und ſtählernen Harniſch, den goldenen Helm über das Geſicht gedeckt, ritt heran Rudolph Graf von Greyerz, und da er Emma ſah, ſtieg er ab. Er beugte ſein Knie zu Boden vor Emma. Er reichte ihr das goldene Veilchen. Ach, eben ſo er⸗ blaßt, eben ſo zitternd, als das erſte Mahl, ſtand Emma, und nahm die Blume. Ihr Herz ſchlug furchtſamer vor einer dunkeln Zukunft, Thraͤnen ſtürzten aus ihren Augen. Sie erhob zitternd die Hände, als wollte ſie reden. Aber der Graf beugte tief das Haupt vor ihr, die Banner ſenkten ſich vor dem erblaßten Maäͤdchen. O Gott! o Sanct⸗ Anna! ſeufzte ſie leiſe. Da tönten die Hörner, da flatterten die Banner durch's Thal, da verſchwand alles, der Hörnerklang verſchallte, nur Emma's Seufzer füllten noch den ſtillen Thalgrund. Was biſt du ſo bleich? Was zitterſt du ſo; fragte Rudolph den Nachmittag Emma.
Ich zittere vor der dunklen Zukunft Schreckens⸗
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