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nen edlen Vater zum Andenken eines großen Siegs zu tragen befahl. Ein goldener Helm mit dem Blut⸗ rothen Helmbuſch verhüllte ſein Haupt und Geſicht. Seine Hand führte die ſchwere Lanze, die kein anderer Ritter ſo leicht führte. Der Graf Rudolph ſprang vom Pferde, ſobald er die beyden Frauen ſah. Seine Vaſallen gingen hinter ihm. Aber Emma ſah nur auf den Grafen, auf ſeine große in Gold und Stahl glänzende edle Geſtalt. Er näherte ſich ſchweigend dem Fräulein, deſſen Herz in ſüßer Beklemmung ſchlug, und in verwirrendem Erſtau⸗ nen über die Pracht, die um ſie her glanzte. Da beugte er ein Knie zu Boden vor Emma, und hin⸗ ter ihm knieten ſeine Vaſallen. Die blitzenden Ban⸗ ner ſenkten ſich über des Grafen Haupt. Da reichte Graf Rudolph dem erblaſſenden Maͤdchen ſchwei⸗ 4 gend eine Lilie von Gold, ſchneeweiß wie ihre Wan⸗ ge jetzt wurde. Die zitternde Hand des Maͤdchens nahm ſie, überraſcht von Erſtaunen, der Graf deugte ſein Haupt tief. Dann ſtand er auf. Seine Lehnsmänner erhoben ſich, ſie ſaßen zu Pferde, als Emma noch nicht die ausgeſtreckte Hand mit der Blume zurück gezogen hatte. Sie ſtand noch da, den Fuß in den Boden gewurzelt, erblaßt, bebend, und die Ritter verſchwanden, und die Muſik ver⸗ klang in den Felſen des Thales. % Mutter! rief ſie mit zitternder Stimme, war es ein Traum? Sie hielt die Blume weit voen ſich,
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