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Lenardo und Blandine, oder Amandus und Amanda : Der Mündel : Die Blumen : Drey kleine Romane / von August Lafontaine
Entstehung
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— 46— gen, tanzen, Sprachen mit Julien; aber die Frau von Wollzogen war in jeder Stunde gegenwaͤrtig⸗ Die Bekanntſchaft, die der Baron mit Blandens Lehrern machte, war ganz unnütz. Die Domeſtiken der Frau von Wollzogen erklärte Julius für gang unbeſtechlich. Blande mußte aus dem Hauſe dort weg.

Er fuhr nach Schönberg zu Blandens Aeltern. Er lief einige Tage in der himmliſchen Gegend umher, aber mit ſo viel Geräuſch, daß jeder Koͤhle: von dem Fremden wußte, der das Schweizerthal beſah. Der Zufall führte ihn auch an das Schloß⸗ Er ließ es ſich zeigen. Er ſah vom Schloſſe nichts; aber er haͤtte können einen Grundriß von den Ael⸗ tern Blandens entwerfen. Die Gegend geſiel ihm ſo ungemein, beſonders die Ausſicht vom Schloſſe, es war ſo bequem in dem Wirthshauſe des Dorfs daß der Caſtellan, der nie einen ſo höflichen Ba⸗ ron, und der den Hof ſo genau kannte, geſehen hatte, ihm ein Zimmer im Schloſſe anboth. Der Baron zahlte für Wohnung und Tiſch

höchſt großmüthig, und altes ging gut. Von Blanden nicht ein Wort; ſo oft die Mutter auch davon anheben wollte. Die Freundſchaft war ge⸗ ſchloſſen. Der Caſtellan reiſte mit dem Baron auf. ſein Gut, die Frau auch. Sie wußten beyde nicht was ſie ſagen ſollten, bey dieſer Pracht, bey di* ſem Reichthum, bey der Menge Bedienten und b der Achtung, womit ſie hier aufgenommen wurd