— 40— ergriff und druͤckte. Blande ſah ſich um, leiſe fli⸗ ſterte ihr die Frau das Wort: Amanda! zu, und verließ ſie. Blandens ſtrahlende Blicke verfolgten die Frau, die bey ihrer Verwandtinn ſtille ſtand, und mi der, wie ſie ſah, unendlich freundlich redete.
Das war eine Frau von Wollzogen, ſagte trium⸗ phirend die Verwandtinn zu Blanden, die ſo freund⸗ lich mit ihr redete, die edelſte Dame in der ganzen Welt. Die Frau von Wollzogen kam wieder zu der Frau, ohne aber auf Blanden zu merken. Sie ging mit ihr in einer einſamen Allee auf und ab.
Sie haben eine ſo große Bekanntſchaft, liebſte Madame Bruch, hob die Wollzogen freundlich an, und ſo viel Verſtand, daß ich mich wohl an Sie am beſten wende. Sie kennen doch meine Julie?
Ein Engel, gnädige Frau, ein himmliſcher Engel..
Nun ſehen Sie, für das Maͤdchen ſuche ich eine Geſellſchafterinn„ von ihren Jahren ungefäͤhr, alſo zwiſchen fünfzehn und achtzehn; aber, was ſchwer zu finden ſeyn wird, das Madchen muß ſtill und höchſt ſanft ſeyn, um die Lebhaftigkeit meiner Julie zu mäßigen. Sie muß unſchuldig ſeyn, von den reinſten Sitten, wenn es möglich iſt, von dem
Lande. Daß ich ſie wie meine Tochter halte, trauen
Sie mir zu, daß ich für ihr Glück ſorgen werde, auch. Ich würde Ihnen höchſt verpflichtet ſeyn, wen Sie mir—


