Druckschrift 
Lenardo und Blandine, oder Amandus und Amanda : Der Mündel : Die Blumen : Drey kleine Romane / von August Lafontaine
Entstehung
Einzelbild herunterladen

——y——

Herr Schnell! rief die Mutter— Herr Schnell! rief der Caſtellan— Herr Schnell! riefen die beyden fremden Damen. Der Caſtellan legte dem Klausner die Hand verächtlich auf die Achſel, und hob an: waͤren Sie je an einem Hofe geweſen, wie ich, ſo—.

Am Hofe? Der? Lieber Gott! Er iſt unter den Bauern nicht geweſen. Das ſieht, das hört man. Aber Blande ſoll in die Stadt, und— ſie riß dem Mädchen den Shwal von den nackten Schultern— ſo ſoll ſie gehen. Nun tobte Alles durch einander. Schnell ſah Blanden mit einem Blicke voll unausſprechlicher Liebe an, und dann ging er, ohne ein Wort weiter zu ſagen. Der Sturm brauſte noch lange hinter ihm her.

Schnell ſah ein, wie viel er mit ſeiner Hitze verdorben hatte. Er lächelte, und ſein Enrſchluß war gefaßt.

Blande erhielt nicht allein das Verboth, den Klausner wieder zu ſehen, ſondern die aufgebrachte Mutter hüthete ſie ſo ſtreng, daß es ihr nicht ein⸗ mahl möglich war, von dem Paradieſe Abſchied zu nehmen. Ach, ſie hatte noch einen viel groͤßern Kum⸗ mer. Der ehrliche Prediger, Heinrichs armer Va⸗ ter, gab, da ihm der Zank erzählt wurde, dem Klausner recht. Die erbitterte Caſtellaninn ſah den Prediger höhniſch an.

Der ehrliche Mann ſagte: Blande paſite für mei⸗ nen Heinrich beſſer als ſo! Er zeigte auf Blanden,

—