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wandtinn der Caſtellaninn aus der Hauptſtadt kam nach Schönberg zum Beſuch mit ihrer Tochter. Die
Caſtellaninn hatte bis jetzt ihre Blande nach der
Mode gekleidet, die vor ſechzehn Jahren beſtand,
und ſie hatte an ihr nichts, gar nichts auszuſetzen
gehabt. Aber jetzt ſtand Blande in dem einfachen
weißen Kleide, auf den feinen, weichen blonden. Locken den Schweizerſtrohhut, ein Engel an Schön⸗
heit, neben dem geputzten, halbnackten, eingeſchnür⸗
ten Stadtmaͤdchen, den Hut voll wehender Federn,
das bewegliche Auge voll Buhlerey. Die Mutter
ſah den Abſtand. Sie ſah, wie blöde Blande war,
wie ſie erröthete, wenn ſie angeredet wurde. Sie
verglich den leichten Gang Blandens mit dem Hops⸗
walzer des Stadtmaͤdchens.
Schön, wie ein Engel! ſagte die Baſe, der Caſtellaninn zufliſternd: aber man ſieht ihr das Land an, und das iſt Schade.
Nach einer Stunde war die Caſtellaninn wieder in ihre Jugend zurückgeplaudert, Blandens Haar nach der Mode aufgebunden. Die Caſtellaninn ſuchte Federn hervor. Mit dem Hute wurden Verſuche gemacht, Blande vor einen Spiegel geſtellt, um zu ſehen, wie ſchön ſie nun war. Von ihrem Kleide
wurden ze Aermel weggeſchnitten, der Rücken halb.
Blande erröthete, ſich nun ſo vor den Frauen ſehen zu laſſen. Aber die Mutter befahl, und Plande mußte gehorchen.
3 Dihin wie ein Engel! rief die Bal mit Er⸗


