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Blande liebt dich. Ihre ganze Seele iſt dein. Hein⸗ rich, bleib' ihr treu! o zerſchlage das Herz nicht, das keine andere Hoffnung im Leben hat, als deine Wiederkunft, als deine Treue. Ich war nicht ſo glücklich, wie du, ein Mädchen zu ſinden, die mein Weib häͤtte ſeyn können: du haſt ein Weib gefunden; die Unſchuld, die Liebe ſelbſt.
Hier ſtutzte Heinrich, und erröthend legte er die Gluth der Liebe, und die ſchöne Schamroͤthe des Jünglings zu verhüllen, ſein Haupt an ſeines Lehrers Buſen. Schnell fuhr fort: die Liebe, die Unſchuld, der Himmel hat dich mit Blanden ver⸗ lobt! Hier nimm den Ring, Heinrich, er enthaͤlt Blandens Nahmen. Bringe, wenn du zuruckkehrſt, den Ring und deine Treue gegen Blanden wie⸗ der mit.
Der Jüngling nahm heftig den Ring. Aber noch konnte er das Auge nicht gegen ſeinen Freund aufſchlagen. Das neue Bild, Blande ſeine Braut, einſt ſein Weib, verwirrte alle ſeine Empfindun⸗ 5 gen. Der Schmerz der Trennung wurde eine Se⸗ ligkeit, die aber wie ein dunkles Meer in ſeiner Seele ſtürmend wogte. 3 S Endlich ſchlug er das Auge empor zu dem Va⸗
ter, und da ſank er laut ſchluchzend zu ſeinen Füͤſ⸗
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Augen auf ſeine Hand. Dann kam die Sprache 1
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verſtand ihn. Er ließ ihn mit dem Ringe allein.
ſen, und druͤckte die Lippen und die überſtrömenden
wieder. Er ſagte: Amanda, Blandine! Der Vater


