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Lenardo und Blandine, oder Amandus und Amanda : Der Mündel : Die Blumen : Drey kleine Romane / von August Lafontaine
Entstehung
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mit dem Juͤnglinge auf der naͤchſten Hoͤhe erſchei⸗ nen. Was ſie hundertmahl in der Naͤhe geſehen hatte, ſchien ihr durch das Glas gefährlich. Sie ſah, wie Blande den Arm um Heinrich Schulter legte, wie ſie ihm zulaͤchelte, wie ſie dann unten im dicken Gebüſche verſchwanden.

1 Das Maädchen ſchien ihr in der Ferne ſo groß, ſo ausgewachſen, und der Gongon ertönte ſogleich. Blande kam. Aber Blande, ſagte die Mutter et⸗ röthend: du gehſt den ganzen Tag mit Heinrich!

Ach, liebe Mutter, leider nicht den ganzen 1 Tag. Da muß er jetzt rier Stunden bey ſeinen Büchern ſitzen, und ich darf nicht einmahl Hein⸗ rich ſagen, nicht einmahl Huſten, nicht einmahl recht das Auge zu ihm aufſchlagen.

Dann hülft er mir eine Stunde im Garten. Dann ſchreibe ich, und er iſt auf dem Felde, oder rechnet, oder macht Bauriſſe. Ach, Schnell, liebe Mutter, ſchraͤnkt unſere ſchönen Spielſtunden im⸗ mer mehr ein.

Ich wollte ganz und gar.

Ganz und gar? Warum denn, Mutter? das eben ſind ja die ſchönſten Stunden, wenn ich mit ihm ſo ganz allein bin; ſo ganz allein. Auf der Inſel im See, wo Niemand uns ſtöyen kann, auch 1 5 Schnell nicht einmahl.

Aber was macht ihr denn ſo ganz allein. gar nichts, Mutter, ganz und gar nichts. Ich ſtricke und er ſieht zu. Ich laͤchle, er laͤchelt.

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