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roſen, und der wilde Knabe war dabey ſo einſchmei⸗ chelnd gegen Blandens Aeltern, daß, wenn der Paſtor den Kindern nachrief: Gott ſegne die Kin⸗ der! der Caſtellan jedesmahl ſagte: Zeit bringt Ro⸗ ſen, Herr Nachbar! damit ſpielte er auf eine ſchö⸗ nere Zukunft an; aber natürlich kam es denn auch dadurch ſehr bald zur Frage: was aus dem Kna⸗ ben werden ſollte?
Ach, die Frage hatte ſich der arme Paſtor ſchon hundertmahl ſelbſt vorgelegt, und mit einem ſchwe⸗ ren Kopfſchütteln nur beantworten müſſen. Leſen konnte Heinrich, ſchreiben auch. Latein— bey dem Worte brach dem armen Pater ein ſchwerer Seufzer aus der Seele. Auf einer Schule konnte er, der kaum lebte, ihn nicht halten. Auf der Univerſitaͤt? Der ehrliche Mann, der betruͤbte Vater ſchlug die naſſen Augen gen Himmel. Wohin ſollte er ſie ſonſt ſchlagen? Er ſah in ſeine arme Jugend zurück, wo er die Zeit des Lernens mit Lehren verderben mußte. Aber er war ein ehrlicher Mann. Er griff das Werk an, und nun ſaß Hein⸗ rich den Tag vier Stunden, und trieb Latein dem Vater um die Wette. Die vierte Stunde ging aber meiſtens verloren; denn Blande ſteckte das Köpf⸗ chen ſo oft durch die Thür, um ihn ein Zeichen zu geben, daß ſie da ſey.
Der Vater erſtaunte; der Knabe lernte viel⸗ mehr als er ihn lehrte. Er fragte, und der Klaus⸗ ner war es, der ſich des Vaters und des Sohnes


