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O wenn Blandinens gebrochenem Auge einſt noch Amandens ſchöne Geſtalt vorſchwebt, und Amandens Entzucken im Tode in ihren Tod über⸗ geht, ſo dankt ſie es dem ſchönen Maͤhrchen, das ihre Seele ganz durchdrang.
So erhöhte der Klausner das arme, vergehende irdiſche Leben mit einer regen, ewigen Geiſterwelt, ſo hing er der Kinder Leben und ihre Schickſale, ihre Tugenden, ihre Liebe mit einer Wunderkette durch die Himmel an den Thron Gottes. Ach, ſie fingen an den Klausner unendlich zu lieben, der ihnen einen ſchönern Frühling; ein ſchöneres Le⸗
ben gab.
Sne weeſhwiegen die Mährchen aus keinem an⸗
dern Grunde, als weil der Klausner ſie ihnen ſo
heimlich, mit einer ſo geheimnißreichen Feyerlichkeit
anvertraute. Der Caſtellan, der am Hofe die Wahr⸗
heit hatte ſchätzen lernen, und beſtaͤndig darauf
drang, den Kindern keine Albernheiten in den
Kopf zu ſetzen, haͤtte den Glauben der Kinder irre
gemacht.
Die Aeltern der Kinder konnten die zarte Ei⸗
nigkeit ihrer Kinder nicht ohne Wohlgefallen anſe⸗ hen, und obgleich Heinrich in ſeinen aärmlichen,
faſt zerriſſenen Kleidern gegen die immer mit höfi⸗ ſcher Eleganz gekleidete Blandine gewaltig abſtach,
ſo funkelte doch ein ſo ſchönes blaues Auge unter den Kaſtanienlocken die Stirne hervor, und auf
den Wangen blühten ein paar ſo friſche Morgen


