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Lenardo und Blandine, oder Amandus und Amanda : Der Mündel : Die Blumen : Drey kleine Romane / von August Lafontaine
Entstehung
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zuckte ihn, daß der Knabe da ſtand, und mit den funkelnden Blicken in die unermeßliche Ferne ſah. Blande ſah nur ihm in die ſtrahtenden Blicke, als waren die ihre Ferne..

O ſchönes, unentſtelltes Bild des Mannes und des Weibes! rief der Klausner, und ſeine Flöte füllte die Gegend mit geiſtigen, zarten Tönen, die Blande laͤchelnd behorchte.

Ein paar Tage darauf ſtanden die Kinder am Bache, und jenſeits weidete ein zahmes Reh, das der Klausner erzogen hatte, und weiter hin glaͤnzte der Spiegel eines Sees durch die Baͤume; Blande, ich gehe durch, rief der Knabe. Wenns tief iſt, ſagte Blande, den Bach betrachtend. Ich ſehe ja jeden Stein im Grunde, Blande. Ich gehe durch. Die Mutter hat's verbothen, Heinrich! Aber Hein⸗ rich war ſchon drüben, der Bach war einen Fuß tief. Er naͤherte ſich dem Rehe, das nicht floh. Dann ſah er den See offen vor ſich liegen, ſeit⸗ warts das ſchöne Haͤuschen des Klausners, der mit

eine kleine Gondel ſtieg, und den ruhigen Spiegel des Sees durchſchnitt. Der Knabe ſchaute, ſtand, ſchaute, ging zurück zu Blanden, erzahlte, und Blande ſagte: wenn ich hinüber waͤre? Zieh Schuh und Strümpfe aus. Sie waren beym See, und aus dem Laubgeflecht einer kleinen Inſel kam die Gondel hervor, und legte an, wo ſie

terte, bis auf des Felſens höchſte Spitze. Es ent⸗

einem Gruße bey den Kindern vorüberging, in