— 13— Herde gluͤcklich Berg an bis vors Schloß, küßte der Caſtellaninn die Hand, nickte Blanden auf Morgen zu, und hinab den Gang, wie ein Bohel⸗ der Pfarre zu.
Ich wüßte nicht, ſagte der Backenbart: was ein Philoſoph an dieſer Erziehung ausſetzen könnte. O wie viel Lug und Trug gehört dazu, aus ſolchen En⸗ geln Teufel zu machen! in dieſes Paradies voll Unſchuld alle die Upasbaume zu pflanzen.
Der Klausner konnte ſo ſagen: denn er war nie ſehr weit von den beyden Kindern entfernt; auch hatte er ſchon von Weitem eine kleine Bekanntſchaft mit ihnen gemacht, und zwar durch ſeine Flöte, die er ſehr ſchön blies. So lange er blies, ſaßen die Kinder ruhig auf der Höhe und horchten. Dann ging er ihnen vorüber, und ſagte freundlich: guten Tag, Heinrich! guten Tag, Blande! Sie wußten nicht, daß der freundliche Mann der Klausner war, den Alles ſcheute.
Der Klausner ſah mit Vergnügen, wie die Kinder jede Woche weiter in die Welt hinein dran⸗ gen. Sie waren ſchon bis an den Bach gekommen, der ſein Häuschen von ihrer Seite trennte. Er ſah mit Vergnügen, daß Blandine, wenn Heinrich der Luſt nicht widerſtehen konnte, die unbekannte Felshöhe zu erklettern, die Schürze vorſichtig ab⸗ band, in den Hut die Handſchuhe legte, und Alles in eine kleine Felshöhle verſteckte, und dann eben ſo leicht und frey, wie ihr Cefaͤhrte, ihm nachklet⸗
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