Teil eines Werkes 
2. AbtheilungDer rothe Fasching : Roman aus Frankreichs jüngster Vergangenheit : 1. Band (1872)
Entstehung
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Eine feſtgeſchloſſene Colonne von Nationalgardiſten und Blouſenmännern drang durch die Menge gegen das Thor des Stadthauſes. Lawinenartig ſchwoll ſie an. Ihr voran trug ein rieſiger Greis mit weißem Barte eine blutrothe Fahne.

Es lebe die Commune! Nieder mit Trochu! Tod den Advocaten! brüllten Tauſende von Stimmen.

Mit teufliſchem Hohn im Geſicht trat Reymond zurück vor die verſtörte Verſammlung. Der Staats⸗ anwalt war blau geworden im Geſicht. Die alters⸗ ſchwache Kinnlade im Geſichte des alten Generals klappte auf und zu, ohne daß er ein Wort ſagte. Nur René Mondeélion's Geſicht hatte einen energiſchen, faſt feurigen Ausdruck. Er wollte mit gezogenem Degen zur Thür. Aber unter derſelben erſchienen bereits wilde, aufgeregte Geſichter.

Es lebe die Commune! Nieder mit den Or⸗ leaniſten!

Tretet ein, meine Freunde, rief Reymond jubelnd und winkte mit dem Tuche. Dann wandte er ſich an den Gerichtshof.

Jetzt, meine Herren, wollen wir die Verhandlung fortſetzen, nur mit etwas veränderten Rollen. Der Grau⸗ kopf dort hat ſelber geſagt, daß ſeine Regierung eine Regierung der Lüge und Hinterliſt ſei, jetzt wollen wir