Teil eines Werkes 
2. AbtheilungDer rothe Fasching : Roman aus Frankreichs jüngster Vergangenheit : 1. Band (1872)
Entstehung
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Leopolda's Augenlider zogen ſich zuſammen, ſie

trat auf einen Schrank zu und nahm daraus eine kleine Rolle Goldes.

Die ſchlechten Menſchen hier haben dich habſüch⸗ tig gemacht, Staroſch! Nimm und geh!

Sie ſtreckte die Hand aus. Staroſch regte ſich nicht. Die Fürſtin warf die Rolle zornig auf den Boden. Sie brach, daß der Inhalt blitzend umher⸗ rollte.

Staroſch, Du biſt unverſchämt! Nimm und ſei zufrieden!

Scheu und mürriſch blickte Staroſch zu Boden.

Ich will Dir weiter dienen, Herrin; belohne mich, wenn mein Dienſt zu Ende iſt.

Leopolda runzelte die Stirn.

Was ſoll das heißen, Staroſch? Wer erlanbt Dir anders denn als Knecht zu denken?

Staroſch beugte ein Knie.

Ich diene Dir nicht um Geld, Herrin! Auch ich haſſe ihn. Erlaube mir ihn zu verderben, und ich bin reich belohnt.

Ein ſchallendes Gelächter ſchreckte Staroſch vom Boden auf.

Und das glaubſt Du beſſer zu verſtehen als ich, täppiſcher Schleicher? Nimm Dein Geld und geh,