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Nach einer Stunde kam Staroſch wieder. Er trug hohe Stiefel, weite blaue Beinkleider, einen faltigen Rock und eine pelzverbrämte Mütze. Seine Geberde war demüthig, ſein Antlitz bleich.
Leopolda erwiderte ſeinen Gruß nicht, mit vor⸗ gebeugtem Leibe ſtand ſie da und lauſchte ſeiner Bot⸗ ſchaft. Sie lautete:
„Fürſt Iſtvan läßt Dich grüßen. Er wird kommen.“
Mürriſch ſenkte der Walache das Haupt. Die Fürſtin trat auf ihn zu und ſtieß ihn mit der Fauſt vor die Schulter.
„Wann wird er kommen? Wie ſah er aus? Be⸗
ſchreibe mir ſein Geſicht! Rede, Sklave, wenn Du nicht
willſt, daß ich Dich zertrete.“
Der Diener hob mit demüthigem Vorwurf das Haupt.
„Als Du mir befahlſt, den Fürſten zu verfolgen,
ſagteſt Du, er ſei Dein Feind. Ich verſtehe Dich nicht,
Fürſtin!“
Mit bleichem Hohn warf Leopölda das Haupt zurück.
„Was redeſt Du da, vorlauter Papagei? Hat die lockere Luft ringsum auch Dir ſchon die Zunge gelöſt, Knecht? Wenn ich Dir befehle, was Du thun ſollſt, haſt Du zu fragen, warum? Was verſtehſt Du
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