Teil eines Werkes 
2. AbtheilungDer rothe Fasching : Roman aus Frankreichs jüngster Vergangenheit : 1. Band (1872)
Entstehung
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aber immerhin iſt der Mann intereſſant genug. Iſtvan

wird mir wohl Näheres über ihn mittheilen. Geh zu

ihm und ſag', er ſoll kommen. Was ſtarrſt Du mich ſo an? Geh zu ihm, ſag ich. Die Fürſtin Leopolda will ihn ſprechen. Hörſt Du nicht?

Ich höre, aber ich verſtehe nicht. Ich hielt Fürſt Iſtvan für Deinen Feind.

Fürſtin Leopolda knirſchte mit den Zähnen und ſtampfte auf den Boden.

Geh, ſage ich! Zieh' das Gewand an, in dem er Dich früher geſehen! Ob er mein Feind iſt oder nicht, was kümmert's Dich? Er ſoll kommen, ſogleich.

Und wenn er nicht kommen will?

Nicht kommen will? Er wird wollen, er muß! Doch Du haſt Recht, er fürchtet ſich vielleicht nun ja, dann ſage ihm, ich könne nicht leben, wenn er fern ſei, ich ſtürbe vor Sehnſucht nach ihm. Sage, was Du willſt, Spion und Kuppler ſind ja verwandtes Gewerbe, nur geh! Geh!

Staroſch ging.

Fürſtin Leopolda ſetzte ihren unterbrochenen Spa⸗ ziergang fort. Alles Krankhafte, Vergrämte war von ihr gewichen, ſie blieb hochaufgerichtet ſtehen bei dem geringſten Geräuſch, ihr Schritt war elaſtiſch und ihr

Auge flammte.