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die Länge des ſchwarzen nonnenhaften Trauerkleides erlaubte, das ſie trug. Dann blieb ſie ſtehen. Sie mochte ſich erinnert haben, daß es ſich nicht gezieme, dem eigenen Diener entgegenzueilen.
„Warum ſagſt Du das erſt jetzt?“ herrſchte ſie der Dienerin zu.„Staroſch ſoll kommen, ſogleich!“
Staroſch kam. Derſelbe hatte längſt ſeine National⸗ tracht gegen eine glänzende Livree umgetauſcht, in den letzten Wochen trug er ſich ſogar wie Jedermann in Paris. Staroſch, der bereits die Landesſprache verſtand und ſprach, unterſchied ſich in ſeinem niedrigen modiſchen Hut, ſeinem kurzen Rock und ſeinen langen Beinkleidern nicht viel von dem übrigen Straßenpublikum. Nur der raſche, lauernde Blick, den er manchmal um ſich warf, das Katzenähnliche ſeiner Bewegungen, wenn er
ſich durch die Menge ſchlich, der eigenthümliche Schnitt
ſeines Geſichts, welches die kühngebogene Naſe und die runde Stirn des Neuhellenen mit den dicken Lippen und den Backenknochen des Tataren vereinigte, hätten einen ſorgfältigen Beobachter etwa auf den Gedanken bringen können, daß er ſich dem Sohne eines fernen, halbciviliſirten Volkes gegenüber befinde.
Sonderbar ſtand dem modiſch gekleideten jungen Walachen die ſklaviſche Haltung, mit der er eintrat und an der Thür ſtehen blieb, bis ſeine Herrin ihm


