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„Befehlen meine Herrin, daß wir reiſen?“ fragte die Dienerin zitternd, und dennoch lag in ihrer Stimme die Ueberzeugung, daß ihre Frage bejaht werde.
Die Fürſtin blickte überraſcht und unwillig auf die Magd.
„Reiſen? Wie kommſt Du zu dieſer thörichten
Frage, Narinka?“
„Verzeiht, Herrin“, ſagte die junge Walachin de⸗ müthig und verſchüchtert,„Alles, was fliehen kann, flieht, immer enger ſchließt ſich um uns der Kreis furchtbarer Feinde, bald gibt es kein Entrinnen mehr und tauſend Städte brennen in der Runde.“
Weit entfernt, ſie zu erſchrecken, ſchien die erregte Schilderung Narinka's in der Bruſt der Fürſtin ein düſteres Frohlocken wachzurufen.
„Wir bleiben. Der Gürtel, ſagſt Du, ziehe ſich immer enger um uns zuſammen? Deſto beſſer! Rede mir nichts mehr von Flucht. Ich kenne blos einen Fall, in dem ich fliehen müßte.“
Die Fürſtin ſtarrte finſter ſinnend vor ſich nieder, dann ſagte ſie mit einer Art zorniger Angſt:
„Iſt Staroſch ſchon hier?“
„Er harrt Deiner Befehle, Herrin!“
Die Fürſtin ſtampfte auf den Boden und machte
ein paar Schritte gegen die Thür, ſo ſchnell, als es
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