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und einem wilden Stöhnen gleich drangen die Seufzer einer grauſen Befriedigung aus ihrer Bruſt.
Heute, es war um die Mitte September, die Pa⸗ riſer berauſchten ſich in der heldenmüthigen Verthei⸗ digung von Straßburg, als ſei es gar nicht möglich, daß ſie ebenfalls verurtheilt werden könnten, die Leiden einer Belagerung zu erdulden, trat die Kammerfrau in demüthiger Haltung ein und überreichte ihrer Herrin ein Zeitungsblatt, worin gemeldet war, daß dreimal⸗ hunderttauſend Preußen nur noch wenige Meilen von Paris ſtünden und die Abſicht zeigten, die Hauptſtadt zu belagern.
Fürſtin Leopolda las nicht die hochtrabenden Phraſen von der Unmöglichkeit eines ſolchen Beginnens, von der Unüberwindlichkeit der heiligen Stadt und
Anderes, womit der Journaliſt haarklein nachwies, daß
das thörichte Unternehmen auf ſeine Urheber zurückfallen müſſe und daß eine Belagerung von Paris der ſichere Sieg Frankreichs ſei. Leopolda ſchaute nur auf die paar fettgedruckten Worte, welche die bevorſtehende
Unzzingelung der Stadt und ihre demnächſtige Ab⸗
ſchließung von der übrigen Welt anzeigten, ihre Hände zitterten und zum erſten Mal ſeit Monaten lächelte ſie. Aber es war ein ſeltſames, unheimliches Lächeln, das um ihre Lippen zuckte.


