Teil eines Werkes 
2. AbtheilungDer rothe Fasching : Roman aus Frankreichs jüngster Vergangenheit : 1. Band (1872)
Entstehung
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zurief, näher zu treten. Staroſch war augenſcheinlich ſehr müde, ſeine Schuhe und der untere Theil ſeiner Beinkleider waren beſtäubt, von ſeiner Stirn lief der Schweiß herab über das Geſicht in den dünnen ſchwar⸗ zen Schnurrbart, der ſeinen Mund umgab. Die Für⸗ ſtin ſah nichts von alledem. Haſtig fragte ſie:

Nun? Iſt er noch immer in der Geſellſchaft des freundlichen Herrn? Wohnt er noch immer in dem kleinen Hotel in der Rue des Ccuries? Haſt Du nicht bemerkt, daß er Anſtalten zur Flucht macht? Ein Ver⸗ räther iſt immer feig, er wird fliehen wollen.

Nein, Fürſtin, er bleibt, antwortete Staroſch mit gebeugtem Haupte auf alle die heftig hervorge⸗ ſtoßenen Fragen ſeiner Herrin.Heute Morgen fuhr er mit dem Herrn, der ihn ſtets begleitet, in einem

Wagen vor das Thor. Ich bekam kein Fuhrwerk,

weil die Leute alle an die Barrière du Trone gefahren waren, in der Richtung von Vincennes, wo man Ka⸗ nonendonner vernommen hatte. Ich mußte daher hin⸗ ter dem Wagen herlaufen, aber es liefen auch andere Leute, um die zurückkehrenden Truppen zu ſehen. Es fiel alſo nicht auf. An der Barrière angekommen, konnte der Wagen wegen der Menſchenmenge, welche auf dem Platz war, nicht vorwärtg. Ich drängte mich dicht daneben. Eben wurde eine unabſehbare Reihe