nahm ſie den Säbel Jules Bandeau's vom Boden auf und ſchlug um ſich, wie ſie es von den Andern ge⸗ ſehen, und als ſie ſchon entwaffnet am Boden lag und man ihr die Fahne entreißen wollte, ließ ſie dieſelbe nicht los, ſodaß die Fahne zerriß.
Louiſon fühlte, wie die flachen Säbelklingen ihren Leib peitſchten und wie man ſie mit Füßen trat, und hörte entſetzliche Namen, die man zu ihr niederrief. Sie öffnete die Augen nicht, aber ſie wußte, daß er es war, der ſie ſo mißhandelte und all die abſcheulichen Dinge ſagte, dann wurde Alles dunkel um ſie und ſie hörte nichts mehr.
s war nur wenige Stunden nachher— die Barri⸗ kade war zum größten Theil von den ſiegreichen Trup⸗ pen weggeräumt und eine Ambulance war mit der Fortſchaffung der Todten beſchäftigt— als drei Reiter mit zwei berittenen Ordonnanzen hinter ſich von der Seine her die Rue Jacob entlang ſprengten.
Die Reiter waren der General Mondélion, der dicke Doctor Herbiot und Kapitän Beauregard.
General Mondélion ſchien um zwanzig Jahre älter geworden, tief lagen die Augen über den eingefallenen gebräunten Wangen. Auch der Doctor Herbiot hatte etwas von ſeiner Beleibtheit verloren, das Reiten darum aber immer noch nicht beſſer gelernt.


