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„Ich verzeihe Euch, Jules Bandeau! Ihr ſterbt für mich!“
Jules Bandeau ſuchte zu lächeln, aber die Mus⸗ keln ſeines Geſichts erſtarrten wie im Krampf, ſein Körper ſtreckte ſich zuckend.
Das entſetzliche Krachen hatte aufgehört. Aber wüſtes Geſchrei drang an Louiſon's Ohr und durch den Dampf ſah ſie die lebhaften Farben der vordrin⸗ genden Linientruppen. Da war ihr plötzlich, als ſei es ein großes Unglück, wenn ſie in die Gewalt ihrer Feinde fiele, als höre ſie die Stimme ihres Mannes, der über ſie zu Gericht ſaß und ſie zu dem ſchmählichſten Tode verurtheilte, ſie ſah die rothe Fahne am Boden, die der Hand des ſterbenden Jules Bandeau entfallen war, und zwiſchen die grauſamen Worte des Gatten miſchte ſich das Flehen des Bruders, die Fahne nicht dem Feinde zu überlaſſen, die er ihr ſelber anvertraut.
Und Louiſon nahm die Fahne und richtete ihre matten Glieder an der Stange auf, und bärtige Sol⸗ datengeſichter erſchienen vor ihr und befahlen ihr ſich zu ergeben. René war nicht darunter, aber ohne Zweifel, ſie kamen von ihm, um ſie vor ſeinen Richterſtuhl zu führen, um ſie zu demüthigen und dann zu tödten wie ihren Bruder. Und mit dem verwundeten Arm um⸗ faßte ſie die Standarte und mit der andern Hand


