„Und Sie wiſſen gewiß, daß es in dieſer Straße war, wo die entſetzliche Scene ſtattfand?“ fragte der General mit bebender Stimme ſeinen Adjutanten.
„Die Leute bezeichneten ausdrücklich die Barrikade Rue Jacob.“
„Rue Jacob!“ wiederholte der General mechaniſch und blickte um ſich.
Ja, das war die Rue Jacobe. Noch ganz ſo wie früher, nur ſtatt der luſtigen Studenten und Griſetten, die ſich ſonſt hier herumtrieben, verrichteten bis aufs Aeußerſte abgemattete Sanitätsſoldaten mürriſch ihr trauriges Handwerk.
Dort vorn lag auch das Haus des Krämers Androlet.
General Mondeélion rief einen Unteroffizier zu ſich und blickte ihm ſcharf ins Geſicht.
„Ihr habt wohl keine verwundete oder todte Frau hier gefunden?“
„Unter den Verwundeten war keine, mein General! Möglicherweiſe iſt eine unter den Todten; die waren ſchon auf einen Haufen geworfen, als wir kamen. Sie liegen dort bei den Reſten der Barrikade.“
„Es iſt doch kaum wahrſcheinlich“, begann Ge⸗ neral Mondélion wieder, während er ein Lächeln ver⸗ ſuchte und immer die Farbe wechſelte,„es iſt doch


