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und mit geſenkten Blicken, aber dennoch klang es mit einer gewiſſen Feierlichkeit durch alle Räume des Zim⸗ mers, das Wort, das zwei Herzen für immer trennte: „Nein, Louiſon, ich hätte es nicht gethan!“ Louiſon ſchrie nicht, antwortete nicht, ſtieß keinen lauten Seufzer aus und fiel nicht in Ohnmacht. Sie ſchwieg nur. Und als René Mondélion aufblickte, ſah er, daß ſie ſehr bleich war und faſt unmerklich mit den Zähnen an der Unterlippe nagte. Es war nichts Auffallendes, Abſtoßendes in ihrem Benehmen und den: noch war es Mondélion, als habe er ſein Weib nie ſo geſehen, als hätte er es vorgezogen, ſie mit dem Meſſer auf ſich zuſtürzen zu ſehen, ſtatt dieſes bleichen träu⸗ meriſchen Nachdenkens. Es war ihm, als habe er der Liebe ſeines Weibes das Todesurtheil geſprochen. Auch die nun folgende Zeit war Louiſon ruhig und faſt wie immer. Sie war ſogar ſehr freundlich gegen René, wenn ſeine gefahrvolle Stellung ihn vor ddie Wälle rief, ſie duldete ſeine Umarmung, wenn er kam. Nur als er beim Tod ſeiner Mutter, nach der Ueebergabe von Paris, ihr einmal mit Thränen in den Augen zurief:„Sieh, Louiſon! Ich bin allein, unglück⸗ lich und erdrückt von all der Schmach!“ und als er ihre Hand erfaßte und ſie unzähligemal küßte, erwiderte ſie weder ſeine Worte noch ſeine Liebkoſungen. Es
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