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ſeine Seite, das ihn einſt geliebt hatte bis zur Ver⸗ zweiflung.
Ja, ja, ſie hatte ihn geliebt, ſeine nun todte Mutter hatte ihm ja oft erzählt, in welch troſtloſem Zuſtande ſie ſeine Braut gefunden. Unzweifelhaft, ſie hatte ihn geliebt, aber ebenſo gewiß liebte ſie ihn nicht mehr. Am zweiundzwanzigſten Januar war René Mondélion nach Hauſe gekommen und hatte ſeiner Frau erzählt, daß das Volk ihren Bruder aus den Händen des Militärgerichts befreit habe in dem Augenblick, da dieſes ſich anſchickte, ihn zum Tode zu verurtheilen. Auch René Mondélion mochte fühlen, daß er und Jean Jaccard nun quitt ſeien, denn er erzählte das ohne Zorn, faſt mit einer gewiſſen Erleichterung. Louiſon war bei dieſer Nachricht zuerſt emporgeſchnellt mit der ganzen Kraft ihres leidenſchaftlichen Naturells und ihr Mund hatte ſich halb geöffnet, wie um einen Jubel⸗ ſchrei auszuſtoßen. Doch gleich darauf ſchwand dieſer Ausdruck des Jubels von ihrem Geſicht.
„Und Du hätteſt ihn nicht gerettet, wenn Du ge⸗ konnt hätteſt, René?“
Mondélion ſah die Angſt, unter der ihre Lippen bebten, er fühlte, daß dieſe Frage der letzte Anker war, an den ſich ihre Liebe klammerte. Er konnte lange nicht antworten, und als er es that, geſchah es leiſe


