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„Der Peitſche entgegen.“
„Mich?“
„Leider.“
Kaum waren zwei Minuten verſtrichen und das ſchöne junge Mädchen wurde in die Mitte des Hofes geführt; dort wurde ſie bis an den Leib entkleidet. Sie weinte, ihr ſchönes Haar flatterte im Winde, aber ſie ſprach kein Wort.
Plötzlich ſtieß ſie einen Schreckensſchrei aus, aber nicht die Furcht vor der entſetzlichen Qual, die ihr bevorſtand, entriß ihr dieſen, ſondern der Anblick ihres Verlobten, der, von Bewaffneten umgeben, die Stufen des Schaffots emporſtieg.
Nachdem ſie auf den Klotz, den Leib nach unten, gelegt war, pfiff die Knute durch die Luft und fiel auf den weißen, zarten Nacken Beatrix's herab.
Ein Wuthſchrei entfuhr den Gefangenen, Chriſtian machte vergebliche Anſtrengungen, ſich den Armen derer, die ihn hielten, zu entreißen, Van El⸗ dorff wurde faſt wahnſinnig. Nur ein ſchwaches Stöhnen entſtieg der Bruſt des Opfers. 8
Ein zweiter, ein dritter Schlag folgten, und der Rücken des unglück⸗ lichen Mädchens war nur noch ein blutiger Fetzen.
Noch ein Schlag, ſie wurde ohnmächtig.
„Genug!“ ſchrie eine nur zu bekannte Stimme vom Balcon herab.
Beatrix wurde von dem Klotz losgemacht. Man warf einen Mantel um ihre blutigen Schultern, der Henker ergriff ſie und legte ſie ſo hin, daß ihre Augen nach dem Galgen gerichtet waren.
Trotz ihrer entſetzlichen Schmerzen warf ſie Chriſtian einen Blick un⸗ endlicher Liebe und Ergebung zu.
Der Strick wurde um den Hals des Unglücklichen gelegt und ſein Körper flog in die Luft.
Beatrix ſchrie von Neuem auf, ihr Muth war vorbei, ſie ſank in die Arme ihres Henkers.
Chriſtian war todt.
Sie ſchloß die Augen, ſie ſah und hörte nichts. Fünfundzwanzig Minuten hatte die Hinrichtung bereits gedauert, fünfzehn Leichname lagen am Boden, als ein neuer Name an ihr Ohr ſchlug und ſie ihrer Erſtar⸗ rung entriß:
Van Eldorff.


