Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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Er hat nicht das Recht, von ſeiner Fahne zu weichen.

Es iſt ſeine Pflicht, ſich der Sache deſſen zu weihen, der ihn dem Tode entreißt.

Mit welchem Rechte tödten Sie ihn denn?

Mit dem Rechte des Herrn über den Seclaven, des Richters über den Rebellen.

So tödten Sie ihn denn!

Sie ſtehen davon ab, ihn zu retten?

Beatrix ſtieß einen erſtickten Seufzer aus.

Ich muß wohl! ſagte ſie.

Es ſei.

Ich ſehe, daß meine Bitten nicht im Stande ſind, ihn zu retten.

War er nicht noch unter den neuen Empörern?

Ich weiß es nicht.

Er wäre mir beinahe entſprungen.

Mein Gott!

Freuen Sie ſich nicht, er iſt hier, in meiner Macht, der Galgen iſt im Hinterhofe aufgerichtet und erwartet ihn und ſeine Genoſſen.

Nun denn, Henker, vollende Dein Werk! ſagte Beatrix mit feſter Stimme.

Mouravieff trat an Beatrix heran und ſagte ihr einige Worte in's Ohr. Das Antlitz des Mädchens bedeckte ſich plötzlich mit glühender Röthe.

Mouravieff wollte weiter ſprechen. Beatrix ſah ihn feſt an und machte eine energiſche Bewegung, welche ihm Stillſchweigen auferlegte.

Schweigen Sie, mein Herr!

Beatrix

Niemals!.

Sie trat einen Schritt zurück, indem ſie ſagte:

Führen Sie ihn zum Tode, wenn er wüßte, daß ich das Todesurtheil ſpreche, würde er es ſegnen.

Der Gouverneur ſtand auf, blaß vor Scham und Wuth.

So ſei es denn! er ſoll ſterben, vorher ſoll er aber Dich, welche er liebt, mit zerfleiſchtem Körper ſehen!

Was wollen Sie damit ſagen?

Er klingelte.

Ein Mann gehorchte dem Ruf und empfing ein vom Gouverneur ge⸗

ſchriebenes und unterzeichnetes Papier.

Der Diener entfernte ſich und zwei Andere traten ein. Dieſe hier! ſagte der Gouverneur, auf Beatrix zeigend. Die Männer traten heran, um ſie fortzuführen.

Wohin führen Sie mich? fragte ſie.