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„Hat er ſich nicht verbergen können?“
„Er hätte es thun können, er hat es auch gethan; Gott weiß, ob ihn die Elenden da, wo er war, gefunden hätten, aber aus Wuth, daß ſie ſeiner nicht habhaft werden konnten, ſtürzten ſie ſich auf mich und banden mich. Darauf trat Chriſtian heraus und ſagte zu ihnen:„Nehmt mich, ich bin der, den Ihr ſuchet.“
„Wir werden ihn retten!“ ſagte Tarnow.
„O, möge Sie der Himmel erhören!“
„Wiſſen Sie, wohin ſie ihn geſchleppt haben?“
„Nach dem Stadtgefängniß.“
In dieſem Augenblicke erſchienen vier Mann mit einem Unterofftzier, welche Conrad von Waſa herbeigerufen hatte; ſie erhielten den Befehl, Beatrix zu van Eldorf zu führen, welchem ein von Tarnow und Conrad unterzeichnetes Billet ſagte, er möchte dem jungen Mädchen erlauben, einen Soldaten ſeiner Compagnie, Namens Tadeus, zu ſehen und dieſem Letzteren zu geſtatten, ſie zu begleiten.
„Es gilt das Leben eines der Unſrigen!“ war der Schlaß der Bitte.
Beatrix wollte ſich entfernen.
„Fürchten Sie ſich nicht?“ fragte Conrad.
„Fürchten?“ wiederholte ſie, indem ſie Tarnow anſah.
„Nein, Conrad,“ ſagte dieſer,„glaube das nicht, ſie iſt eine echte Tochter Polens; ſchön wie unſere ſchönſten Mädchen Ken ens iſt ſie noch muthiger.“
„Hat ſie vielleicht ſchon irgend etwas von Bedeutung gethan?“ fragte Conrad lachend.
„Sie hat mit eigener Hand ſechs Ruſſen getödtet!“ ſagte Tarnow.
„Dieſes Kind?“
„Sie ſchießt mit ihrer Piſtole wie ein Scharfſchütze und geht mit dem Degen um, wie ein alter Soldat.“
„Warum ſoll man nicht an die Befreiung eines Landes glauben, das ſolche Kinder erzeugt?“ ſagte Conrad.
„Höre,“ ſagte Tarnow,„Du fragteſt mich danach, wie ich gerettet worden—“
„In der That!“
„Das junge Mädchen könnte es Dir beſſer ſagen, als ich. 3
„Kennt ſie Dich ſchon lange?“
„Seit vier Tagen.“
„Sie hat Deiner Flucht zugeſehen?“
„Sie hat mehr gethan, ſie hat mir dabei geholfen—“
„Aber, wie alt iſt ſie?“
„Sechszehn Jahre!“
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