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„Und Du biſt hier?“
„Wie Du ſiehſt.“
„Aber wie haſt Du das gemacht?“
„D, das iſt eine ganze Geſchichte.“
„Erzähle ſie mir.“
„Gern.“
In dieſem Augenblicke erſchien ein junges Mädchen und verlangte einen Soldaten zu ſprechen, welcher ſich in der Abtheilung von van Eldorf befand. Dieſes Mädchen war ſehr ſchön und ihr ganzes Geſicht von Thränen überſchwemmt.
„Wie heißt der, den Sie zu ſprechen wünſchen?“ fragte ſie Conrad, erſtaunt über ihr Alleinſein.
„Tadeus!“ antwortete ſie.
„Und welchen Namen ſoll ich ihm nennen?“
„Beatrix.“
„Ich glaube nicht,“ ſagte der junge Mann,„daß Sie dieſe Nacht werden zu ihm gelangen können.“
„O, ſagen Sie ihm, daß es ſein muß!“ rief das junge Mädchen, „ſagen Sie ihm, daß Chriſtian gefangen genommen worden iſt, daß ſie ihm das Leben nehmen werden und daß ich ſterben muß, wenn er mir getödtet wird!“
„Beatrix!“ wiederholte Tarnow, ſich zu dem jungen Mädchen wendend und ihr ſeine Hand reichend;„Beatrix, kennſt Du mich?“
„Tarnow,“ rief dieſe,„o retten Sie ihn, retten Sie ihn!“
3. Die polniſchen Kenſenmänner.
Beatrix warf ſich in Stanislas Tarnow's Arme.
„Mein Kind,“ ſagte er,„was iſt denn vorgefallen?“
„Sie haben ihn mir genommen.“
„Chriſtian?“
„Meinen armen Chriſtian, und wer weiß, ob ſie ihn nicht jetzt ſchon gehangen oder erſchoſſen haben.“
„Wie kommt es, daß er nicht bei uns iſt?“
„Nach Ihrer Abreiſe hat er ſich ein wenig ausgeruht und einige Ge⸗ ſchäfte beſorgt, die ihm mein Bruder zurückgelaſſen hatte; am andern Morgen war er bereit, zu Ihnen zu kommen, als unſer Haus umzingelt wurde.“


