Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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Gezwungen, ſagen Sie?

Ich gehöre nicht mir an, Conrad!

Was wollen Sie damit ſagen, Julia?

Conrad, in meiner Vergangenheit iſt ein Geheimniß verborgen, wel⸗ ches meine Zukunft beherrſcht.

Sie erſchrecken mich!

Ueberall, wo die Gefahr am größten ſein wird, werden Sie mich ſehen; überall, wo es Kugeln regnen wird, werde ich kämpfen; überall, wo der Tod ſeine Ernte halten wird, werde ich ſein.

Julia, Sie machen mich ſchaudern!

Ich habe eine ſchreckliche Schuld zu zahlen.

Sie?

Eine Schuld, welche nie getilgt wird.

Ich begreife Sie nicht.

Eine Schuld an den Tod.

Aber dann, Julia, giebt es keine Zukunft, kein mögliches Glück für uns; unſer Horizont iſt für immer verdunkelt, der Zufluchtsort, den Sie für unſere Liebe ſuchen, iſt das Grab.

Das Grab, ſagen Sie, Conrad? Nein, es iſt der⸗ Himmel!

Der Graf Batory näherte ſich den Beiden.

Schweigen Sie, ſagte ſie, indem ſie die Hand des Prinzen von Waſa ergriff,dort kommt mein Vater, er darf nicht wiſſen, warum ich hier bin.

Sie haben ſelbſt Geheimniſſe für Ihren Vater, Julia?

Für meinen Vater, ſagte das junge Mädchen, indem ſie eine große Thräne trocknete, welche über ihre Wange rollte,o, für ihn mehr, als für jeden Andern.

Für ihn, und er iſt ſo gut gegen Sie?

O ja, er iſt ſo gut gegen mich geweſen, und weil ich ihn liebe, darum

Was wollten Sie ſagen?

Ich darf nicht weiter ſprechen.

So lieben Sie ihn alſo, Ihren Vater?

Das Mädchen hatte die Augen voll Thränen.

Sie weinen?

O, fürchten Sie nichts! gehen Sie; morgen, vielleicht ſchon in

dieſer Nacht wird die Stunde zur Schlacht ſchlagen und Sie werden mich

vor den Ruſſen ſehen.

Ich werde bei Ihnen ſein, Sie zu vertheidigen.

Die Tochter des Grafen Batory legte ihre Hand in die des Prinzen von Waſa.