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Unglück geweſen, wiedererobern wollen, ſondern daß wir ein geſundes, den Ideen des Jahrhunderts entſprechendes Staatsleben in dem von fremder Despotie freigewordenen polniſchen Reiche herſtellen wollen. Sollte das dem künſtlich aufgeſtachelten Religionshaſſe nicht die Spitze abbrechen, ſollte das den armen Bauer nicht abhalten, ſeine Befreier zu meuchelmorden?“
„Unſere Preſſen ſtehen Ihnen zur Verfügung, Branicki,“ antwortete ihm Wyſocki,„gebe Gott Ihren Worten Kraft. Hochwürdiger Abt,“ da⸗ mit wandte er ſich an Dombrowski,„ſenden Sie Prieſter aus in alle Woi⸗ wodſchaften, als Reiſeprediger des lebendigen Worts, daß ſie dem unwiſſen⸗ den Volke, das zu leſen nicht verſteht, klar machen mit überzeugender Rede, wo es ſein zeitliches und ewiges Heil zu ſuchen hat, für welche Sache Gut und Blut einzuſetzen ſeine Pflicht iſt.“
Dombrowski verneigte ſich zuſtimmend.
„Doch, meine Herren, unſre Zeit iſt gemeſſen,“ begann der General wieder,„und eine Angelegenheit, die tief das Wohl und Wehe der Nation berührt, muß uns noch beſchäftigen. Sie kennen Alle das Schickſal unfres tapferen Langiewicz?“
Die verſammelten Zwölf bejahten es.
„Wir haben zu berathen,“ fuhr Wyſocki fort,„ob wir ihm einen Nach⸗ felger geben müſſen oder nicht. Was iſt Ihre Meinung?“
Der Graf Kaminski nahm das Wort.
„Es fehlt unſerer Sache nicht an Helden,“ ſagte er,„die ihr Muth, ihre Hingebung an das Vaterland zu der hohen Stellung eines Dictators berechtigen würden, doch zweifle ich, daß unter unſeren Tarnows, Waſa's, Lelewel's, Dolenga's, und wie unſre jugendlichen Führer ſonſt heißen, einer iſt, der Erfahrung, weiten Blick und Organiſationstalent genug beſitzt, um das Werk, das Langiewicz begonnen, fortzuſetzen oder vielmehr von Neuem zu beginnen, da es faſt zerſtört iſt. Auf Sie, General, würde meine Wahl fallen, wenn Sie nicht an dem Platze, wo Sie ſtehen, unentbehrlich wären.“
„Machen wir keine Complimente, Herr Graf!“ bemerkte Wyſocki.
Prakewski, der Juſtizminiſter begann:
„Sie wiſſen, daß ich von Anfang an gegen die Ernennung eines Dic⸗ tators war. Meine Anſicht iſt, daß wir, ſo lange wir kein geordnetes Staatsweſen haben, keine Stellen ſchaffen dürfen, die die Leidenſchaft des Ehrgeizes herausfordern und dadurch unſrer Sache ſchaden können. Welche Wahl wir auch treffen, immer werden ſich einige der Führer zurückgeſetzt fühlen, und werden, wenn ſie unſrer Sache nicht ganz den Rücken kehren, ihr fortan mit Lauheit dienen, oder wohl gar gegen den Ernannten intri⸗ guiren. Ich erinnere Sie an des ſonſt trefflichen Mieroslawski Verſuche gegen Langiewicz. Meine Herren, ich wurde überſtimmt, als wir des Letz⸗


