Teil eines Werkes 
3. Theil (1864)
Entstehung
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Szumanski las: Was befiehlt euch eure Pflicht, wenn ihr einen Katholiken im Walde trefft?

Antwort:Ihn zu tödten, wie einen Hund.

Die um den Tiſch verſammelten Herren tauſchten Blicke des Erſtau⸗

nens und der Entrüſtung aus. G

Szumanski las wieder:

Verdient ein Katholik ein chriſtliches Begräbniß?

Antwort:Nein, denn ſein Fleiſch iſt unrein. Heilige Jungfrau! rief der. Abt Dombrowski in gerechtem Zorne aus,duldeſt du das? Sind ſie Chriſten, dieſe Henker, ſind ſie Menſchen, dieſe Prieſter?

pHören Sie weiter, ſagte der Commiſſarius der Nationalregierung.

Dieſe Kinder des Teufels wiſſen die Bauern noch beſſer zu faſſen. Und

er las: 3

Wem gehören alle Felder und Wälder, die ihr rings um euer Dorf ſeht?

Antwort:Dem Kaiſer, der ſie uns geben wird, wenn wir ihn von

den Rebellen befreien!

Die Schändlichen! fuhr hier der General Wyſocki auf, kaum im Stande, ſich ſoweit zu mäßigen, wie es die eigenthümlichen Umſtände, un⸗ ter denen, und der Ort, wo die Verſammlung ſtattfand, verlangten, denn in der Kirche währte der Gottesdienſt fort, die Möünche ſangen, die Orgel

klang und am Hochaltare officiirte der Pater Guardian.

Die Schändlichen! wiederholte Wyſocki mit gedämpfter Stimme, er die breite Stirn zog ſich furchtbar zuſammen und die dichten Brauen zuckten drohend;ſie hnen ſich nicht, die niedrigſten, ſcheußlichſten Leiden⸗ ſchaften gegen uns zu Antfeſſeln. Sie predigen Mord dem friedlichen Manne des Pflugs, ſie reizen ſeine Habgier, damit er über uns herfalle, denn er ahnt in der Verblendung ſeiner Leidenſchaft nicht, daß es eitel Lüge iſt, was aus ihrem Munde geht, und daß, wenn er den Lohn ſeiner Blutarbeit heiſcht, man ihn mit Hohnlachen fortweiſen und ärger knechten wird, wie es je geſchehen.

General, wir müſſen uns wehren! ſagte der Doctor Branicki, der

3 bisher ſchweigend, zuhörend und hin uhd wieder Notizen auf das vor ihm

liegende Papier machend, dageſeſſen hatte.Unſere Proclamationen müſſen

die gefährlichen Ierthümer, welche unſere Tyrannen in ſo gottvergeſſener

Weiſe verbreiten laſſen, mit der größten Schärfe und Energie bekämpfen;

wir müſſen dem Bauer ſagen, daß wir nicht nur dem Lande, daß wir auch

ihm perſönlich die Freiheit bringen wollen, daß wir Polen nicht der alten

Feudalwirthſchaft, nicht jener Adelsmonarchie, die unſeres armen Landes

Phantom Polens. III. Bd. 57

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